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Das Ärztenetz Untermain, kurz AENUM, wurde nach monatelangen Vorbereitungen durch verschiedene Arbeitsgruppen am 5. Oktober 2005 gegründet als ein Zusammenschluss der niedergelassenen Ärzte im Landkreis Miltenberg und den angrenzenden Kreisen. An der Gründung beteiligten sich damals etwa 70 Ärztinnen und Ärzte, heute hat das AENUM 121 Mitglieder. Damit sind rund 90% der Niedergelassenen im Kreis Miltenberg in dem Netz organisiert.

Durch die Gründung des Netzes sollten neue Wege beschritten werden zur Verbesserung medizinischen Versorgung der Patienten durch eine effektivere Zusammenarbeit von Haus- und Facharztpraxen. Dazu sollten neue integrierte Versorgungsformen sowohl zwischen den verschiedenen Fachgruppen wie auch zwischen ärztlichen und nichtärztlichen Leistungsträgern innerhalb des Gesundheitssystems sowie zwischen ambulantem und stationärem Bereich aufgebaut werden. Vor allem ein schnellerer, intensiverer und vollständiger Befundaustausch zwischen den verschiedenen Praxen, möglichst über eine digitale Vernetzung der EDVen der Mitgliedspraxen, sowie eine unkomplizierte und vor allem schnellere Terminvergabe wird angestrebt.

Ein weiteres Ziel des Netzes ist es, die wirtschaftliche Basis und damit das Überleben der ärztlichen Praxen zu sichern und weiterzuentwickeln, unter anderem durch gemeinsame Preisverhandlungen mit Laborgemeinschaften sowie dem Fachhandel für Medizin- und Bürobedarf.

Verbessert werden soll auch das Angebot an fachlicher Fortbildung für die im Netz zusammengeschlossenen Kolleginnen und Kollegen sowie die Schulung unserer Patienten durch Seminare und Vorträge speziell für die Patienten.

Schließlich soll versucht werden, durch eine engere, schnellere, unbürokratischere und dadurch effizientere Kooperation der verschiedenen im Netz zusammen geschlossenen Praxen konkurrenzfähig zu bleiben gegenüber der immer stärker expandierenden Konzernmedizin. Wenn Krankenhäuser Gewinne für die Aktionäre ihres Konzerns erwirtschaften müssen, führt dies unweigerlich auch zu Einsparungen im Personalsektor, was schließlich nicht im Interesse unserer Patienten und des verbliebenen Personals sein kann. Außerdem versuchen die Gesundheitskonzerne, durch die ihren Krankenhäusern vorgelagerten Medizinischen Versorgungszentren (MVZs) mehr und mehr in den ambulanten Sektor vorzudringen und so vornehmlich die Facharztpraxen aus dem Markt zu drängen. Wir sehen darin eine gefährliche Entwicklung, die die Existenz unserer Praxen gefährden kann und gewiss nicht die medizinische Versorgung unserer Patienten verbessern wird- keiner unserer Patienten wünscht sich, später einmal in anonymen Polikliniken behandelt zu werden, wie es ein Teil unserer Mitbürger bis zur deutschen Wiedervereinigung hat erdulden müssen.

Dr. Hans Ludwig Herbold, Obernburg

 

Geschichte

Aktionen:

12. Juni 2008 - Demonstration vor dem Bürgstadter Rathaus anlässlich des Besuches

von MdB Wolfgang Zöller, CSU

16. Juli 2008 - Boykott der Einladung der Rhön AG, Erlenbach

26. Juli 2008 - Anzeigenkampagne zum Ausverkauf unseres Gesundheitswesens

13. August 2008 - Informationsveranstaltung mit Renate Hartwig, Bürgstadt

14. September 2008 - Matinee "Sicko" von Michael Moore, Kino-Passage Erlenbach

29. April 2009 - Vortrag von Renate Hartwig und Ulrike Kretschmann (Notruf 113), Bürgstadt

13. September 2009 - Fahrt ins Olympiastadion München, Demonstration mit Bürger-Schulterschluß

 

Vorstand

Vorsitzender: Dr. Andreas Morgenroth, Facharzt für Innere Medizin/Nephrologe, Elsenfeld

1. stellvertretender Vorsitzender: Dr. Reinfried Galmbacher, Facharzt für Allgemeinmedizin, Klingenberg

2. stellvertretender Vorsitzender: Dr. Michael Hascher, Facharzt für Innere Medizin, Miltenberg

Kassier: Dr. Udo Vogel, Facharzt für Allgemeinmedizin, Wörth

Schriftführer: Wolfgang Katte, Facharzt für Allgemeinmedizin, Eschau

Beisitzer: Dr. Hans Ludwig Herbold, Facharzt für Allgemeinmedizin, Obernburg

Dr. Michael Franz, Facharzt für Innere Medizin, Erlenbach